Die Leichtathletik- und Fußballplätze der Stadt sind aufgrund von starkem Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fünf Monate im Jahr unbenutzbar. Lokale Sportvereine – darunter Basketball-, Badminton- und Futsal-Teams – fordern seit langem eine Indoor-Trainingshalle, aber ein konventionelles Gebäude mit Stahlrahmen würde 12–18 Monate Bauzeit benötigen und das verfügbare Budget überschreiten.
Das Sportamt benötigte einen temporären, aber langlebigen Innenraum von ca. 1.500 m², der sein konnte:
- Innerhalb von 8 Wochen einsatzbereit (vor dem ersten Schneefall)
- Stützenfrei für die gleichzeitige Unterbringung mehrerer Spielfelder in voller Größe
- Energieeffizient für die Winterheizung
- Umsetzbar falls der Park in Zukunft neu gestaltet wird
- Wetterbeständig gegen hohe Schneelasten und starke Winde
| Herausforderung | Auswirkung |
|---|---|
| Kurzes Bauzeitfenster | Nur 6–8 Wochen vor dem Winter verfügbar |
| Hohe Schneelast | Lokale Schneelast Anforderung: 0,75 kN/m² (über Standard) |
| Niedrige Temperaturen | Betrieb bis zu –25 °C; Kondensationskontrolle und Heizung erforderlich |
| Mehrzweck-Layout | Platzbedarf für 3 Badmintonfelder + 1 Basketball-Halbfeld + Zuschauerbereich |
| Zukünftige Verlagerung | Gebäude muss möglicherweise nach 3 Jahren umgezogen werden; Fundament nicht dauerhaft möglich |
Das Sportamt wählte das 30m x 50m luftgestützte Membrangebäude mit folgenden Anpassungen:
| Parameter | Spezifikation |
|---|---|
| Größe | 30m breit x 50m lang (1.500 m²) |
| Mittlere Höhe | 10 m – ausreichend für Badminton- und Basketball-Freiräume |
| Seitenfreiheit | 5,0 m |
| Membran | Doppellagige PVC-beschichtete Polyester-Membran mit thermischer Isolationsauskleidung |
| Schneelast-Design | 0,75 kN/m² (konstruiert für lokale Bedingungen) |
| Windwiderstand | Ausgelegt für Böen von 30 m/sLuftdruck innen |
| 250 Pa normal, erhöht auf 350 Pa im Schneemodus | Gebläsesystem |
| 2 x redundante Frequenzumrichter-Gebläse + Diesel-Notstromaggregat | Heizung |
| Integrierte Kanalheizung, angeschlossen über vorinstallierte HLK-Schnittstellen | Aufhängepunkte |
| Raster im Abstand von 4 m, 30 kg Tragfähigkeit pro Punkt – für LED-Sportbeleuchtung und Anzeigetafeln | Eingang |
| Doppeltür-Schleusensystem mit einer 4,8 m breiten Haupttür für Gerätezugang | Brandklasse |
| EN 13501-1 B-s1,d0 | Das Gebäude wurde in |
5 Modulen (jeweils 10 m lang) ab Werk geliefert, zusammen mit den Gebläseeinheiten, Verankerungsschienen und allen Türsätzen. Die Installation vor Ort erforderte lediglich ein vorbereitetes Betonstreifenfundament (vorgefertigte Randsteine mit Klemmrillen) – keine schweren Pfahlgründungen oder Stahlstützen.Bereitstellung
- Fundamentvorbereitung und Verankerungsschienenmontage.Woche 3:
- Membranmodule geliefert und ausgerollt; Nähte vor Ort verschweißt.Woche 4:
- Gebläseeinheiten, Steuerungssystem und HLK-Anschlüsse installiert.Woche 5:
- Aufblasung und Druckprüfung; Innenbeleuchtung und Spielfeldmarkierungen installiert.Woche 6:
- Endabnahme und Übergabe – in 6 Wochen voll einsatzbereit, 10 Tage vor dem Schneefall.Die doppellagige Membran mit Isolierung hielt die Innentemperatur bei stabilen
+16 °C, selbst bei Außentemperaturen von bis zu –22 °C, wobei die Heizkosten 30 % niedriger waren als bei einer herkömmlichen Zeltkonstruktion.Ergebnisse
| Ergebnis | Bauzeit |
|---|---|
| 6 Wochen (vs. 14+ Monate für Stahlgebäude) | Gesamtkosten |
| 55 % günstiger als eine permanente Struktur | Raumnutzung |
| 1.500 m² stützenfrei – untergebracht 3 Badmintonfelder + 1 Basketball-Halbfeld + Tribünen für 150 Zuschauer | Winterleistung |
| Hielt 3 starken Schneefällen (>40 cm) ohne strukturelle Probleme stand; Schnee glitt aufgrund der Membranspannung natürlich ab | Kondensationskontrolle |
| Doppellagige Membran + Frischluftsystem eliminierten Tropfen, selbst bei intensivem Training | Benutzerzufriedenheit |
| 95 % der Athleten bewerteten Beleuchtung und Komfort als „ausgezeichnet“ | Energieverbrauch |
| Heiz- und Gebläseenergie im Budget – keine unerwarteten Kosten | Wichtige Ergebnisse |
- – Das Zentrum wurde pünktlich zu den Winterligen eröffnet und ermöglichte 12 lokalen Mannschaften, zum ersten Mal drinnen zu trainieren. Die Teilnahme an Wintersportarten stieg in dieser Saison um 40 %.Finanzielle Rentabilität
- – Die geringen Anfangsinvestitionen und die erschwinglichen Betriebskosten machten das Projekt ohne staatliche Zuschüsse machbar. Das Gebäude wird sich voraussichtlich innerhalb von 3 Jahren durch Mietgebühren amortisieren.Zukunftssichere Flexibilität
- – Das modulare Design bedeutet, dass das Gebäude demontiert, an einen anderen Standort verlegt oder bei wachsender Nachfrage durch Hinzufügen von zwei weiteren Modulen auf 60 m Länge erweitert werden kann.Zuverlässigkeit bei extremem Wetter
- – Das redundante Gebläsesystem und das Notstromaggregat sorgten für einen kontinuierlichen Betrieb, selbst während eines 3-stündigen Stromausfalls aufgrund eines Sturms – das Gebäude fiel nie zusammen.

